NS-Zwangsarbeiter: Noch immer keine Einigung - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

NS-Zwangsarbeiter Noch immer keine Einigung

Das Hickhack um die Entschädigung von ehemaligen NS-Zwangsarbeitern geht weiter. Unterhändler Otto Graf Lambsdorff erreichte in Washington erneut keine endgültige Einigung. Jetzt sollen die Gespräche am 31. Mai in Berlin weitergehen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Sein amerikanischer Verhandlungspartner Stuart Eizenstat sagt nach den mehrstündigen Gesprächen, er hoffe auf einen Abschluss der Beratungen Ende Juni. Strittig ist unter anderem die Frage der Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen in den USA.

Die Unterhändler hatten zunächst gehofft, dass US-Präsident Bill Clinton bei seinem Berlin-Besuch in der ersten Juniwoche mit Bundeskanzler Gerhard Schröder die Einigung besiegeln könne. An den mehr als einjährigen Verhandlungen sind auch Vertreter osteuropäischer Staaten, Israel, Anwälte und andere Vertreter der Opfergruppen beteiligt.

Deutschland hat zugesagt, zehn Milliarden Mark für einen Entschädigungsfonds bereit zu stellen. Die deutsche Wirtschaft hat aber bislang ihren Anteil von fünf Milliarden Mark bei weitem noch nicht zusammen.