Palästina Deutsche Terrorhilfe durch den BND?
Hamburg - Die nach den Osloer Verträgen 1993 aufgenommene Zusammenarbeit sei Ende 2000 unterbrochen worden. Damals sei erstmals der Verdacht aufgekommen, Arafats Sicherheitskräfte könnten in die Selbstmordanschläge auf Israelis verwickelt sein, berichtet "Die Zeit" unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Die Kooperation, an der auch andere Geheimdienste von EU-Staaten beteiligt gewesen seien, gehe auf einen Arbeitsauftrag der EU zurück, der damals aber nicht groß publiziert worden sei.
Die Wochenzeitung zitiert zudem aus zwei geheimen BND-Gutachten aus diesem Jahr für die Bundesregierung, in denen Indizien für die Verstrickung Arafats in die Terroranschläge aufgetaucht seien. Die Dokumente enthielten "zwar keinen direkten Beweis" für den Missbrauch von EU-Fördergeldern. Allerdings schreibe der BND von Methoden Arafats, EU-Gelder in schwarze Kassen umzuleiten. "Realistischerweise konnte zu keinem Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass die Verteilung der EU-Gelder (...) hundertprozentig zweckgebunden stattfindet", heiße es in einem der Dokumente.