Parteienrezession: Jobabbau in der SPD - DER SPIEGEL
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Parteienrezession Jobabbau in der SPD

Weniger Mitglieder, weniger Stimmen, weniger Einnahmen aus der staatlichen Parteienfinanzierung - die SPD muss sparen. SPIEGEL-Informationen zufolge sollen deshalb in der Parteizentrale massiv Stellen abgebaut werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Nach Plänen von SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier und Partei-Geschäftsführer Martin Gorholt sollen in den kommenden Jahren im Willy-Brandt-Haus Stellen abgebaut und Gehälter gekürzt werden. Vorgesehen ist unter anderem, dass die gut 180 SPD-Mitarbeiter auf Teile ihres Weihnachts- und Urlaubsgelds verzichten müssen. Allein für das kommende Jahr sieht die mittelfristige Finanzplanung der Parteiführung Einsparungen in Höhe von zwei Millionen Euro vor.

Als Hauptgrund für das Sparpaket nannten Wettig-Danielmeier und Gorholt in der vorigen Woche bei einer Personalversammlung in der Berliner SPD-Zentrale die rückläufigen Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen. Seit 1998 hat die Partei gut 200.000 Mitglieder verloren. Wegen der schlechten SPD-Wahlergebnisse sind zugleich die Einnahmen aus der staatlichen Parteienfinanzierung gesunken.

Einzelheiten des Sparpakets will die SPD-Spitze in den kommenden Wochen mit dem Betriebsrat aushandeln. Betriebsbedingte Kündigungen sollen ausgeschlossen werden.