Pauli-Affäre Stoiber räumt Fehler ein
Wildbad Kreuth/Passau - Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" aus Präsidiumskreisen sagte Stoiber auf entsprechende Vorwürfe von Mitgliedern des CSU-Präsidiums: "Wir machen alle Fehler. Was hätte man denn machen sollen?" Es sei falsch gewesen, Pauli nicht früher ein Gespräch angeboten zu haben.
Die CSU-Bundestagsabgeordnete Maria Eichhorn habe bei der internen Aussprache in Wildbad Kreuth das Verhalten des CSU-Chefs in der Affäre Pauli kritisiert, so die "Passauer Neue Presse". Nach Berichten von Teilnehmern halte Eichhorn die Angelegenheit noch nicht für ausgestanden. "Es ist noch einiges an Überzeugungsarbeit bei der Parteibasis zu leisten. Die Stimmung ist aufgeladen und problematisch", wird Eichhorn zitiert.
Stoiber hatte am Wochenende der Fürther Landrätin Pauli ein Gespräch angeboten. Pauli hatte betont, sie freue sich auf das angekündigte persönliche Gespräch mit dem Parteichef. Sie werde ihm dabei ihre Position darlegen. Pauli fordert unter anderem eine Mitgliederbefragung zum CSU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008. Sie ist dagegen, dass Stoiber erneut antritt.
Nach Informationen des "Münchner Merkur" haben Stoibers Mitarbeiter der Fürther Landrätin einen konkreten Termin für nächste Woche in Stoibers Büro in der Münchner CSU-Zentrale angeboten. Sie habe bislang nicht zugesagt, berichtete das Blatt unter Berufung auf Parteikreise.
Die Führung der CSU hatte Stoiber geschlossen das Vertrauen ausgesprochen und erklärt, er bleibe über 2008 hinaus die Nummer eins in der bayerischen Politik. Anschließend fuhr Stoiber nach Wildbad Kreuth zur Klausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag, die sich ebenfalls hinter den Parteichef stellte.
Die Landesgruppe setzt heute ihre Klausur fort. Im Mittelpunkt stehen Beratungen über weitere Reformen am Arbeitsmarkt und die Europapolitik. Als Teilnehmer wird der Chef der britischen Konservativen, David Cameron, erwartet. Außerdem soll über das neue Grundsatzprogramm der Partei beraten werden.
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