PDS und WASG Hickhack der Linksparteien
Berlin - Er denke nicht, "dass die Wähler das gutheißen werden", sagte Thilo Wirtz vom Landesvorstand Sachsen der Wahlalternative (WASG) über ein Zusammengehen mit der PDS. Dies werde als "Etikettenschwindel" und "Stimmbeschaffungsaktion für die PDS" entlarvt werden, sagte Wirtz im Deutschlandfunk. PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow und ein Vertreter der WASG werden heute den Bundeswahlleiter treffen, um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei einer Bundestagswahl zu besprechen.
Bei der PDS wiederum gibt es Widerstand gegen eine Namensänderung. Weder die Wähler noch die Mitglieder würden es verstehen, wenn die PDS sich zu Gunsten eines vagen Bündnisses selbst aufgebe, sagte die Bundestagsabgeordnete Petra Pau der Chemnitzer "Freien Presse". Wo PDS drin sei, "muss mindestens PDS draufstehen". Sie werde auf keiner Liste kandidieren, auf der das Kürzel PDS nicht vorkomme.
Pau sagte, es gebe an der Parteibasis sowohl große Hoffnung auf eine stärkere gemeinsame Linke als auch gehöriges Misstrauen. Die PDS-Parlamentarierin forderte, bei den Konsultationen mit der WASG nicht nur über organisatorische Fragen zu sprechen, sondern auch auf politische Inhalte einzugehen. Es reiche nicht aus, "wenn beide Seiten sich darauf einigen, dass die Agenda 2010 des Kanzlers schlecht ist".
Auch die Sprecherin der Kommunistischen Plattform innerhalb der PDS, Sahra Wagenknecht, lehnte eine Namensänderung ihrer Partei ab. Der PDS einen neuen Namen zu geben wäre "völliger Unfug" und widerspreche den Festlegungen des Kleinen Parteitages vor eineinhalb Wochen, sagte Wagenknecht.