PISA Bayern klarer Sieger
Berlin - Bayern ist erneut klarer Sieger des nationalen PISA-Vergleiches. Die 15-jährigen Schüler im Freistaat erreichten in allen vier getesteten Fächern - Mathematik, Naturwissenschaft, Lesekompetenz und Problemlösen - mit Abstand die besten Ergebnisse. In Mathematik dringen sie sogar bis in die Weltspitze der führenden fünf PISA-Staaten Finnland, Korea, Niederlande und Kanada vor.
Baden-Württemberg steht erneut auf dem zweiten Platz. Im bundesweiten Ranking folgen Sachsen und Thüringen. Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz behaupten sich im oberen bis mittleren Mittelfeld, Nordrhein-Westfalen fällt im Bundesländer-Vergleich zurück. Bei den anderen Ländern gibt es wenig Bewegung. Dabei haben alle Länder ihre Leistungs-Punktzahlen in Mathematik und Naturwissenschaften gegenüber dem ersten Test vor drei Jahren verbessern können, vor allem Sachsen-Anhalt. Schlusslichter bilden erneut Stadtstaaten wie Bremen.
Der Schulforscher Manfred Prenzel informierte die Schulminister der 16 Bundesländer am Mittwochabend in Berlin über die Ergebnisse. Sie sollen offiziell an diesem Donnerstag vorgestellt werden. Das miserable gesamtdeutsche Abschneiden beim ersten PISA-Test hatte im Dezember 2002 in Deutschland einen Schock ausgelöst und die Kultusminister zu Schulreformen veranlasst. Diese konnten bis zum erneuten PISA-Testtermin im Frühjahr 2003 nur bedingt greifen.