Politbarometer: SPD sackt weiter ab - DER SPIEGEL
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Politbarometer SPD sackt weiter ab

Die Sozialdemokraten verlieren laut einer neuen Umfrage gegenüber der Union weiter an Boden. Wäre am kommenden Sonntag Bundestagswahl, würden nur noch 31 Prozent der Deutschen für die Regierungspartei stimmen. Schwarz-Gelb hätte eine knappe Mehrheit.
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Mainz - Die 31 Prozent für die Sozialdemokraten bedeuten einen Rückgang um einen Prozentpunkt gegenüber der letzten Umfrage des ZDF-Politbarometers. CDU/CSU legten dagegen um einen Punkt auf 42 Prozent zu. Auch die Grünen konnten sich wieder um einen Punkt auf zehn Prozent verbessern, während die FDP um einen Punkt auf sechs Prozent zurückfiel.

Die PDS sieht die Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen derzeit bei fünf Prozent, andere Parteien bei sechs Prozent. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und FDP derzeit eine knappe Mehrheit.

Die Umfrage berücksichtigt nach Angaben des ZDF die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit dem Job-Gipfel diskutiert wurden, jedoch nicht das Resultat des Treffens. Nach der Umfrage sind 76 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Bundesregierung nicht genug zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unternimmt. Nur 17 Prozent halten die Anstrengungen von Bundeskanzler Schröder und seines Kabinetts für ausreichend. Etwas besser schneidet hier die Union ab: Von einer CDU/CSU-geführten Bundesregierung würden 25 Prozent der Befragten erwarten, dass sie bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit erfolgreicher wäre. 65 Prozent der Befragten sehen keinen Unterschied.

Pessimistisch ist ein Großteil der Befragten bei den Erwartungen für einen raschen Abbau der Arbeitslosigkeit. 85 Prozent der Befragten bezweifeln, dass die Probleme auf dem Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren zu lösen sind.

Erneut führt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) die Liste der beliebtesten Politiker an. Er hatte im Februar Außenminister Joschka Fischer (Grüne) abgelöst.

Für das ZDF-"Politbarometer" hatten die Mannheimer vom 14. bis 17. März 1237 Wahlberechtigte befragt. Die Fehlertoleranz bei den großen Parteien beträgt 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren Parteien 1,4 Prozentpunkte.