Postengeschacher: Beckstein watscht Westerwelle ab - DER SPIEGEL
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Postengeschacher Beckstein watscht Westerwelle ab

Im Gerangel um die Posten in einem möglichen Kabinett Merkel wird mit zunehmend härteren Bandagen gekämpft. Bayerns Innenminister Beckstein hat nun den Posten des Innenministers für die Union reklamiert. Er selbst oder Fraktionsvize Bosbach seien geeigneter als FDP-Chef Westerwelle.
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Berlin - "Der Bundesinnenminister muss jemand sein, der die Interessen der Polizei und Sicherheit glaubwürdig vertritt", sagte Günther Beckstein der Tageszeitung "Die Welt". "Natürlich" gebe es für solche Ministerposten "sehr viel glaubwürdigere Repräsentanten" als FDP-Chef Guido Westerwelle, sagte der bayerische Innenminister. Als Kandidaten für das Amt des Bundesinnenministers nannte Beckstein sich selbst und Unions-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU).

Beckstein sagte, dass es bei der inneren Sicherheit Probleme mit der FDP gebe, "kann ich nicht wegdiskutieren". So wolle er unter anderem Auto-Kennzeichen durch Videokameras überwachen lassen, um gestohlene Fahrzeuge schneller in den Fahndungsregistern zu finden.

"Da meine ich, hat sich die FDP unserem berechtigten Verlangen unterzuordnen", sagte der CSU-Politiker. Für die FDP sei zwar etwa der sogenannte Lauschangriff in Wohnungen offensichtlich ein Tabu. "Aber ich kann nicht einsehen, dass für die FDP selbst bei der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus die Intimsphäre wichtiger ist als die Abwehr von Anschlägen", sagte Beckstein.

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