Prostitution Schluss mit der Sittenwidrigkeit
Irmingard Schewe-Gerigk, die frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, ist davon überzeugt. Das Gesetz, das eigentlich schon vor der Sommerpause verabschiedet werden sollte, soll Prostituierten den Zugang zur Sozialversicherung eröffnen. Abmachungen zwischen Huren und Freiern sollen zudem nicht mehr "sittenwidrig" sein und damit eingeklagt werden können.
Die Union ist auch mit dem neuen Entwurf unzufrieden: Prostitution sei "menschenunwürdig" und daher in jedem Fall sittenwidrig, so die CDU-Abgeordnete Maria Eichhorn. Dass Bordellbetreiber sich künftig nur dann strafbar machen, wenn sie Frauen ausbeuten oder zum Sex zwingen, hält Eichhorn für "kaum justiziabel". Es könne nicht "schlechte und gute" Zuhälter geben. Schewe-Gerigk dagegen glaubt, dass Huren bald ohne Zuhälter auskommen, da sie ihren Lohn einklagen können.