Recep Tayyip Erdogan in Köln: NRW verlegt Gespräche in Militärgebäude - DER SPIEGEL
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Wegen Protesten Landesregierung verlegt Erdogan-Gespräche in Militärgebäude

NRW-Ministerpräsident Laschet wollte den Präsident Erdogan auf einem Schloss empfangen - doch die Eigentümer wehrten sich dagegen. Bei dem neuen Gesprächsort kann das nicht passieren.
Kranzniederlegung in Berlin (Archiv)
Kranzniederlegung in Berlin (Archiv)

Kranzniederlegung in Berlin (Archiv)

Foto: FILIP SINGER/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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Das Treffen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) ist auf den militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn verlegt worden.

Das Gespräch werde "im Empfangsgebäude der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung" stattfinden, teilte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen mit. Ein Treffen im Schloss Wahn unweit des Flughafens war am Widerstand der Eigentümer gescheitert.

Erdogan wird um etwa 14.00 Uhr in Köln erwartet. Nach der offiziellen Begrüßung findet das Gespräch der beiden Politiker statt. Im Anschluss reist der türkische Präsident dann weiter zur Einweihung der Ditib-Zentralmoschee in Köln.

Die Eigentümer von Schloss Wahn hatten das Treffen zwischen Erdogan und Laschet am Freitag gerichtlich gestoppt. Sie erwirkten beim Kölner Landgericht eine einstweilige Verfügung, wonach das Schloss nicht als Ort des geplanten Gesprächs beider Politiker genutzt werden darf.

Die Stadt Köln hat unterdessen ihren Aufruf erneuert, am Samstag das Gebiet um die Zentralmoschee weiträumig zu meiden. Zuvor war die geplante Außenveranstaltung der Organisatoren mit Tausenden Besuchern wegen Sicherheitsbedenken untersagt worden. "Ein Einlass ist nur mit einer Einladung möglich", betonte die Stadtverwaltung am Samstagmorgen. Niemand werde in die Nähe des Gebäudes gelassen.

Rund um die Moschee ist ein großer Sicherheitsbereich festgelegt worden. Mehrere Tausend Polizisten sind im Einsatz, es gilt die höchste Sicherheitsstufe.

Erdogan war zuvor in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen gekommen und von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen worden. Die Stimmung beim Staatsbankett war giftig.

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Foto: FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock
beb/dpa