Proteste: Republikaner verängstigt - DER SPIEGEL
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Proteste Republikaner verängstigt

Begleitet von einer friedlichen Gegendemonstration haben die rechtsextremen Republikaner getagt. Sie vermieden es peinlich, kämpferische Töne anzuschlagen.
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Winnenden - Der wiedergewählte Bundesvorsitzende Rolf Schlierer distanzierte sich vor den 370 Delegierten entschieden von jeder Form der Gewalt und grenzte sich zugleich von der rechtsextremen NPD ab: "Zwischen Republikanern und NPD gibt es keine Gemeinsamkeiten und keine Kooperation."

Zu der Gegendemonstration hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Landes-Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und ein örtliches Bündnis aufgerufen. Nach Angaben der Veranstalter zogen 4000 Demonstranten durch die Stadt. In einer bewegenden Ansprache sagte die Überlebende mehrerer Konzentrationslager Gertrud Müller, die Republikaner atmeten den "Geist des Faschismus".

Die alte Dame rief von der Rednertribüne unweit der Tagungshalle: "Zwischen uns hier und den Republikanern liegt nicht nur die Entfernung von 150 Metern, sondern der Unterschied zwischen Moral und Unmoral, Menschlichkeit und Unmenschlichkeit, zwischen Anstand und Verkommenheit."

Der baden-württembergische DGB-Landeschef Rainer Bliesener sagte, mit dem Protest solle ein deutliches Signal gegen den wieder aufkeimenden Rechtsextremismus gesetzt werden, insbesondere auch, wenn er im Gewand der Republikaner auftrete. Nach der Landtagswahl im nächsten Jahr "muss unser Parlament frei von rechtsextremen Parteien sein". Der DGB-Landeschef sagte, die Republikaner seien Teil eines rechtsextremen Netzwerks. Beim letzten Urnengang im Südwesten kam die Partei im Jahr 1996 auf 9,1 Prozent der Stimmen.

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