Razzia in NRW: Polizei nimmt zwei mutmaßliche Islamisten fest - DER SPIEGEL
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Razzia in NRW Polizei nimmt zwei mutmaßliche Islamisten fest

Bei einer Razzia haben Ermittler in Essen und Köln zwei mutmaßliche Unterstützer der "Islamischen Bewegung Usbekistan" gefasst. Einer der Männer soll an Kampfhandlungen an der Grenze zu Afghanistan beteiligt gewesen sein, dem zweiten Verdächtigen wird illegaler Geldtransfer vorgeworfen.
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islamistischen Terror

Berlin - Der Polizei ist offenbar ein Schlag gegen den in Deutschland gelungen. Bei einem Großeinsatz haben die Sicherheitsbehörden in Köln und Essen zwei mutmaßliche Unterstützer der extremistischen Gruppe "Islamische Bewegung Usbekistan (IBU)" festgenommen. Ömer C. werde die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, teilte die Bundesanwaltschaft am Mittwoch in Karlsruhe mit. Turgay C. soll sich wegen finanzieller Unterstützung der Organisation verantworten.

Die beiden Verhafteten sind deutsche Staatsangehörige. Der 24-jährige Ömer C. sei dringend verdächtig, nach seiner Ausbildung in einem IBU-Trainingslager im vergangenen Jahr an Kampfhandlungen im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet beteiligt gewesen zu sein, hieß es.

Im September 2010 sei der Verdächtige nach Deutschland zurückgekehrt und nun aufgrund eines Haftbefehls des Bundesgerichtshofs verhaftet worden. Dem Beschuldigten Turgay C. wird vorgeworfen, in zwei Fällen am Transfer von rund 40.000 Euro an die IBU beteiligt gewesen zu sein.

Die beiden Männer sind laut Bundesanwaltschaft seit Dienstag in Haft. Bei der Polizeiaktion seien zudem zwölf weitere Gebäude in Nordrhein-Westfalen und dem Rhein-Main-Gebiet durchsucht worden, darunter auch Wohnungen von vier weiteren mutmaßlichen Extremisten. Insgesamt waren bei der Aktion etwa hundert Beamte im Einsatz.

Die IBU ist eine islamistisch geprägte Terrororganisation mit Schwerpunkt im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet. Sie soll für Anschläge auf Zivilisten, auf afghanische und pakistanische Sicherheitskräfte sowie auf Soldaten der Nato-Schutztruppe Isaf verantwortlich sein.

jok/Reuters/dpa