Reaktionen: "Plattmacherei ohnegleichen" - DER SPIEGEL
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Reaktionen "Plattmacherei ohnegleichen"

Bürgermeister der betroffenen Kommunen haben mit Bestürzung auf die Pläne von Verteidigungsminister Peter Struck zur Streichung von Bundeswehrstandorten reagiert. Der SPD-Politiker zeigte dafür "volles Verständnis".
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Berlin - Christel Heid, Vizebürgermeisterin von Mellrichstadt (Bayern) sagte, es drohe der Verlust von Hunderten Arbeitsplätzen, Kaufkraft und Steuereinnahmen. In Kellinghusen (Schleswig-Holstein) kündigte Bürgermeisterin Helga Nießen an: "Wir werden Schadenersatz fordern."

Die geplante Schließung des Marinestützpunktes Olpenitz mit mehr als 2100 zivilen und militärische Dienststellen nannte der CDU- Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen einen "Akt der Willkür". Der CSU-Verteidigungsexperte Christian Schmidt sagte, mit der Reduzierung besonders des Heeresumfangs könne die Bundeswehr ihrem Auftrag nicht mehr gerecht werden. "Beim Heimatschutz findet eine Plattmacherei ohnegleichen statt." Die Union fordert finanzielle Hilfen für die betroffenen Kommunen. Das lehnt die SPD ab.

Struck bezeichnete die Schließung von 105 Standorten als "ausgewogen". Er habe aber "volles Verständnis" für Proteste in den betroffenen Kommunen, sagte er vor einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses im Bundestag. Für Anfang Januar will er die betroffenen Bürgermeister nach Berlin einladen.