Reaktionen "Von Beust hat konsequent reagiert"
Berlin - CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer sagte in Berlin, "die Entscheidung von Bürgermeister Ole von Beust war ein konsequenter und mutiger Schritt. Er hat die richtigen Konsequenzen aus dem chaotischen Verhalten der Schill-Partei gezogen". Geschlossen werde die Bundes- und Landes-CDU jetzt den Wahlkampf führen, sagte Meyer.
Auch von den Hamburger Koalitionspartnern FDP und Schill-Partei wurde von Beusts Beendigung der Regierung als einzig möglicher Weg begrüßt.
Für SPD-Landeschef Olaf Scholz war die Ankündigung von Neuwahlen in Hamburg lange überfällig. "Hamburg braucht einen neuen Bürgermeister, auf den man sich verlassen kann", sagte Scholz und nannte auch gleich denjenigen, den er gerne als Regierungschef sehen würde: Thomas Mirow.
Nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Walter Zuckerer hat Bürgermeister Ole von Beust viel zu lange zugelassen, dass der "politische Hasardeur" Schill die Hamburger Politik bestimme. "Der Bürgermeister hat sich und die ganze Stadt einem politischen Erpresser ausgeliefert."
Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) bezeichnete das Ende der Hamburger Mitte-Rechts-Koalition als "überfälligen Schritt". "Ich finde es in Ordnung, dass Bürgermeister Ole von Beust die Notbremse gezogen hat. Das verdient Respekt", sagte Simonis in Kiel. Sie habe nie verstanden, wie CDU und FDP mit den "Schmuddelkindern" der Schill-Partei koalieren konnten.
CDU-Chefin Angela Merkel hat die Reaktion ihres Parteikollegen von Beust als "den einzig richtigen Weg" bezeichnet. Merkel zeigte sich vor Beginn einer Fraktionssitzung in Berlin überzeugt davon, dass die Menschen in Hamburg "den mutigen und entschlossenen Weg von Ole von Beust" unterstützen werden.