Rente Das Handwerk rebelliert
Berlin - Schleyer kritisierte vor allem die Festlegung, der Rentenbeitragssatz solle nicht über 22 Prozent steigen. Im Interesse von mehr Beschäftigung seien 19 Prozent wünschenswert. Die neue Planung stehe im Widerspruch zu einer Vereinbarung von Bundesregierung, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, nach der die Sozialversicherungsbeiträge insgesamt 40 Prozent nicht übersteigen sollten. Er gehe von einem baldigen Anstieg der Krankenversicherungs- und der Pflegeversicherungsbeiträge aus. Daher rechne er bei einem Rentenbeitragssatz von 22 Prozent dauerhaft mit Sozialversicherungsbeiträgen in Höhe von insgesamt 45 Prozent.
Die Rentenreform solle nicht nur mit den Gewerkschaften, sondern auch mit den Wirtschaftsverbänden abgestimmt werden, sagte Schleyer. Die Reformpläne müssten auf die Tagesordnung bei der nächsten Runde im Bündnis für Arbeit gesetzt werden.