Rheinsberg: Polizei verbietet Castor-Protest - DER SPIEGEL
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Rheinsberg Polizei verbietet Castor-Protest

Einen Tag vor dem Castor-Transport aus dem stillgelegten Atomkraftwerk Rheinsberg hat die Polizei eine erste Gegendemonstration verboten.
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Rheinsberg - Eine Gruppe mit dem Namen "Wir stellen uns quer" habe eine Aktion auf einem Sportplatz in Grieben bei der Bahnstrecke nach Herzberg geplant, sagte eine Sprecherin des Pressezentrums "Castor" im brandenburgischen Rheinsberg. Das sei nicht gestattet worden. Den angebotenen Ausweichstandort in Rheinsberg selbst hätten die Antragsteller nicht akzeptiert. In und um Rheinsberg selbst sei die Lage ruhig.

Polizeisprecher Norbert Horn führte aus, die Gemeinde wolle den Sportplatz nicht zur Verfügung stellen, weil er saniert werde. Mit dem Verbot würden die "Eigentümerinteressen" der Kommune gewahrt.

Für Dienstagabend sind auch Aktionen anderer Gruppen in Rheinsberg geplant. Nach Angaben der zuständigen Gesamteinsatzleitung von Polizei und Bundesgrenzschutz soll der Zug mit vier Behältern und 246 gebrauchten Brennelementen am Mittwoch auf die Fahrt ins Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern gehen. Auch auf der Bundesstraße 96 werde vorübergehend mit starken Verkehrseinschränkungen gerechnet, hieß es.

Rheinsberg, das erste Kernkraftwerk der DDR, war vor genau 35 Jahren am 8. Mai 1966 in Betrieb genommen worden. Es wurde wegen Sicherheitsbedenken im Jahr 1990 stillgelegt.

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