Schäuble trifft griechischen Oppositionschef Tsipras - DER SPIEGEL
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Euro-Krise Schäuble bedrängt Athener Oppositionschef Tsipras

Vom Sparkurs seines Landes hält Alexis Tsipras nicht viel, bei seinem Besuch in Berlin konnte der griechische Oppositionschef aber seine Position nicht vermitteln. Finanzminister Schäuble machte klar, dass der eingeschlagene Weg der Athener Regierung alternativlos sei.
Griechenlands Oppositionchef Tsipras: Treffen mit Finanzminister Schäuble
Griechenlands Oppositionchef Tsipras: Treffen mit Finanzminister Schäuble

Griechenlands Oppositionchef Tsipras: Treffen mit Finanzminister Schäuble

Foto: Markus Schreiber/ AP
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Berlin - Das Treffen dauerte eine halbe Stunde, und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte für den griechischen Oppositionsführer Alexis Tsipras vom radikalen Linksbündnis Syriza eine klare Botschaft: Schäuble forderte Tsipras auf, den Sparkurs der konservativen Regierung in Athen mitzutragen. Nach einem Treffen der beiden Politiker am Montag in Berlin hieß es in Kreisen des Bundesfinanzministeriums, Schäuble habe gegenüber Tsipras unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass die Umsetzung des wirtschaftlichen Anpassungsprogramms "alternativlos" sei: "Schäuble hat Herrn Tsipras aufgefordert, den eingeschlagenen Weg mitzutragen."

Die Begegnung war auf Tsipras' Wunsch zustande gekommen. Er steht der größten griechischen Oppositionspartei vor, die den mit hoher Arbeitslosigkeit und Einkommensverlusten verbundenen Konsolidierungskurs strikt ablehnt.

Im Finanzministerium hieß es, die Gesundung Griechenlands sei ein nationales Anliegen. Griechenland habe in den vergangenen Monaten große Reformanstrengungen unternommen. "Reformen sind der einzige und notwendige Weg, um Griechenland wieder auf den Weg zu wirtschaftlicher Gesundung zu bringen", hieß es im Umfeld Schäubles. Erfolge wie die Heraufstufung des Länder-Ratings und die Verbesserung der aktuellen Haushaltsdaten bestätigten dies.

hen/Reuters