Schleswig-Holstein Erster deutscher BSE-Fall
Kiel - Die rot-bunte Kuh wurde in Schleswig-Holstein geboren. Das Tier kam aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das Fleisch des Tieres sei nicht in den Handel gelangt, teilte die Landesregierung mit. Der Fall habe nichts mit einem in Portugal an BSE erkrankten Rind zu tun, das aus Deutschland stammen soll.
Deutschland galt bislang als BSE-frei. Bei den bisher in der Bundesrepublik entdeckten sechs Fällen handelte es sich um Importrinder aus Großbritannien und der Schweiz.
Nach Angaben des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums liegt in Schleswig-Holstein bisher nur das Ergebnis eines Schnelltests vor. Dieser habe eine Fehlerquote von fünf bis zehn Prozent. Erst nach Abschluss der traditionellen Untersuchungsmethode am kommenden Montag oder Dienstag liege ein hundertprozentig sicheres Ergebnis vor, sagte Ministeriumssprecher Michael Reiss in Stuttgart.
Im Bundesrat zeichnet sich unterdessen eine Mehrheit für einen Importstopp für Rindfleisch aus Großbritannien und Frankreich ab. Verschiedene Bundesländer kündigten entsprechende Initiativen an. Einer Umfrage zufolge sind 80 Prozent der Deutschen für ein Rindfleisch-Importverbot. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner, warf derweil den Verantwortlichen der EU im Zusammenhang mit BSE schwere Versäumnisse vor.