Schließungen von Standorten Scharping macht Zugeständnisse
Berlin -Nach Informationen aus Berlin ist einer der Standorte Schneeberg in Sachsen. Er wird nun vermutlich doch nicht ganz aufgelöst. Ende Januar hatte Scharping angekündigt, dass bundesweit 59 Standorte geschlossen und 40 Verbände verkleinert werden. Für die betroffenen Gemeinden geht es um insgesamt 57.000 militärische und zivile Dienstposten.
Bis zum späten Donnerstagabend hatten Ministerpräsidenten der Länder mit Scharping noch über mögliche Änderungen beraten, darunter die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg, Edmund Stoiber (CSU) und Erwin Teufel (CDU). Stoiber forderte von der Bundesregierung ein Milliarden-Programm, mit dem sie den betroffenen Kommunen einen finanziellen Ausgleich zahlen soll.
Wie es hieß, soll das rund 1000 Mann starke Gebirgsjägerbataillon Schneeberg zwar nach Bayern verlegt werden. Dafür werde Schneeberg aber vermutlich, wenn auch in wesentlich kleinerem Umfang, eine neue Einheit bekommen.
Bayern ist von dem Truppenabbau am stärksten betroffen. Die CSU hatte Scharping parteipolitische Motive für die Einschnitte vorgeworfen, was dieser entschieden zurückwies. In den vergangenen Tagen war es in den betroffenen Städten vielfach zu Protesten gekommen.