Schreiber droht wieder "Der Stoiber soll sich warm anziehen"
Berlin - "Der Stoiber soll sich jetzt schon warm anziehen, bei dem, was ich gegen ihn habe", sagte Schreiber dem in Berlin erscheinenden "Hauptstadtbrief". Die Staatsanwaltschaft Augsburg bereitet gegen den exilierten "Enthüllungspapst" gerade Anklage wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen an Politiker vor.
Wie es seine Art ist, nannte der in Toronto lebende Schreiber keine konkreten Vorwürfe gegen den bayerischen Ministerpräsidenten. "Das ist noch zu früh. Alles zu seiner Zeit", sagte der 65-jährige Geschäftsmann.
Er stehe indirekt weiter in Kontakt mit Stoiber. "Ich schreibe ihm auf Cartoons nette kleine Informationen. Und er schickt mir Briefe mit der Bitte, die finanziellen Grundlagen der CSU zu sichern. Das ist unsere derzeitige Kommunikation. Leider bin ich an persönlichen Begegnungen, wie früher, verhindert."
Bei den Briefen handelt es sich um die Rundschreiben der CSU, die Schreiber als Parteimitglied immer noch erhält. So stand in einem Brief vom 27. Januar, dass die CSU in Finanzproblemen stecke, die vor allem durch das Parteienfinanzierungsgesetz aus dem Jahre 1994 ausgelöst worden seien. "Dazu brauchen wir Ihre Hilfe", schrieben Stoiber und der Vorsitzende des CSU-Bezirksverbandes Oberbayern, Fraktionschef Alois Glück.
Die Partei könne nicht mehr wie bisher im Rahmen des Parteibeitrags den "Bayernkurier" kostenlos abgeben. Schreiber solle deshalb durch ein Einzelabonnement mithelfen, die finanziellen Grundlagen der CSU zu sichern, schrieben die Parteichefs.