Schröder: "Rücktritt wäre Flucht" - DER SPIEGEL
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Schröder "Rücktritt wäre Flucht"

Trotz der Krise, in der die Bundesregierung derzeit wegen des Irak-Konflikts und der innenpolitischen Probleme steckt, denkt Gerhard Schröder nicht an Rücktritt. Als Grund nennt der Kanzler Pflichtbewusstsein.
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Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) denkt wegen der Irak-Krise und der schweren innenpolitischen Probleme nicht an einen Amtsverzicht. "Rücktritt in schwieriger Lage wäre Flucht aus der Verantwortung. Dazu neige ich nicht", sagte er dem Magazin "stern". Schröder zeigte sich überzeugt, dass er auch zum Ende der Wahlperiode noch an der Spitze des Kabinetts stehen wird. Regieren habe für ihn weniger mit Lust als mit Pflicht zu tun. "Aber: was ich tue, tue ich gern", fügt der Kanzler hinzu. Durch Arbeit wolle er versuchen, die SPD wieder nach vorn zu bringen und enttäuschte Wähler zurückzuholen.

Schröder nannte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement "ein Pfund in der Regierung". Doch sei der Ressortchef nicht das einzige. Den bisherigen niedersächsischen SPD-Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel halte er trotz seiner Wahlniederlage bei der Landtagswahl weiter für einen "der Talentiertesten, den wir haben, ein 'political animal'". Ein Wechsel Gabriels nach Berlin stehe aber nicht an, weil er nicht vor habe, das Bundeskabinett zu verändern, sagte Schröder weiter.

Gelassen sieht der SPD-Chef die Aktivitäten seines Vorgängers im Parteiamt, Oskar Lafontaine. "Jedes Mitglied der SPD hat das Recht, sich dort zu betätigen, wo es möchte und wo die Partei das ermöglicht", meinte Schröder. Was Lafontaine tue, halte er nicht für parteischädigend.