Schröder Simonis hat eine "erstklassige Vorlage" geliefert
Berlin - Bundeskanzler und SPD-Chef Gerhard Schröder hat das Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein als "glanzvollen Wahlsieg" bezeichnet. Das Ergebnis sei vor allem auf die "erstklassige Leistung" von Ministerpräsidentin Heide Simonis zurückzuführen, sagte Schröder am Montag vor einer Sitzung des SPD-Präsidiums in Berlin. Auch das Ergebnis für den "vielfach totgesagten" grünen Koalitionspartner zeige, dass die rot-grüne Koalition auf Bundesebene zu einem "Hort der Stabilität" geworden sei. Simonis sagte, sie sei stolz auf das Abschneiden der SPD im Norden.
Schröder sagte, das Ergebnis sei eine "erstklassige Vorlage" für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 14. Mai. Der Spitzenkandidat der dortigen SPD, Ministerpräsident Wolfgang Clement, sagte, das Ergebnis zeige, dass die SPD Stimmen dazu gewinnen könne. Es mache aber auch deutlich, "dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen".
Mit Blick auf die Führungsdebatte in der CDU sagte Schröder, die Partei müsse ihre inhaltliche Richtung klären. Sie könne entweder den Vorstellungen der CSU nach rechts folgen und in der politischen Mitte Platz machen, "was mir recht wäre", sagte Schröder. Oder die CDU entscheide, sich nicht von den "politischen Rechtsauslegern" der Schwesterpartei dominieren zu lassen.