Schwangerenberatung: Deutsche Bischöfe umgehen Weisung des Papstes - DER SPIEGEL
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Schwangerenberatung Deutsche Bischöfe umgehen Weisung des Papstes

Mehr als die Hälfte der deutschen Bischöfe setzt sich einem Fernsehbericht zufolge klammheimlich über eine Weisung des Vatikans hinweg. Nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der gesetzlichen Schwangerenkonfliktberatung unterstützen die Bistümer jetzt die Laienorganisation Donum Vitae.
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Mainz - Nach Informationen des ARD-Magazins "Report Mainz" unterstützen die Bischöfe finanziell die Arbeit der katholischen Laienorganisation. Für die Schwangerenberatung der Organisation fließe über so genannte Bischofsfonds Geld von 15 der 26 Bischöfe, obwohl Johannes Paul II. die Bistümer zum Ausstieg aus der gesetzlichen Konfliktberatung gezwungen hatte, berichtet "Report Mainz" in seiner heutigen Sendung.

Der Chef der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger hatte im September einen scharfen Abgrenzungskurs der Bistümer gegenüber Donum Vitae verlangt. Die Bischöfe sollten dazu "gangbare Wege" einschlagen. In der Konsequenz könnten bei "Donum Vitae" Engagierte nicht mehr in kirchlichen Gremien mitarbeiten.

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, hatte sich damals dagegen ausgesprochen, dass Mitarbeiter der Organisation in Kirchengremien mitwirken. Eine Doppelfunktion sei nicht wünschenswert.