Schwarze Konten: Der Geldtransfer - DER SPIEGEL
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Schwarze Konten Der Geldtransfer

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wiesbaden - Die Transfers der Hessen-CDU auf schwarze Konten in der Schweiz und der Vermögensstand der Partei kommen Stück für Stück zu Tage. Hier ein Überblick über die Geldbewegungen:

Kontostand CDU-Hessen bei der Frankfurter Metallbank:

1981: 9,3 Millionen Mark

1982: 10,6 Millionen Mark

1983: 19,2 Millionen Mark

Das plötzliche Anwachsen des Kontostandes zwischen 1982 und 1983 bei relativ konstantem Beitrags- und Spendeneinkommen ist ungeklärt. Ende 1983 wurden von dem Frankfurter Konto wahrscheinlich rund 17,5 Millionen Mark auf drei Schweizer Nummernkonten in Zürich überwiesen. Ex-Steuerberater Horst Weyrauch spricht sogar von etwa 20 Millionen Mark. Das Geld wurde laut CDU in fest verzinslichen Wertpapieren angelegt und vermehrte sich mit etwa zehn Prozent pro Jahr.

Seit der zweiten Hälfte der 80er Jahre entnahm die Partei Geld von diesen Konten. Zum Teil gibt es für diese Gelder aber keine Eingangsbelege bei der CDU in Hessen. Ihre Verwendung ist also bisher unbekannt:

1986-1993: 14,4 Millionen entnommen, davon verschollen: 4,5 Millionen

1993-1997: 7,8 Millionen entnommen, davon verschollen: Vier Millionen

1998-1999: Zwei Millionen entnommen, Verwendung weitgehend geklärt

Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch 16,8 Millionen Mark auf den Schweizer Konten, die aufgelöst werden sollen. Die Gelder sollen zurückgeholt und bis zur Klärung der Vorgänge nicht angetastet werden.