"Höhere Arbeitslosigkeit" Gabriel warnt vor Trump
Donald Trump
Foto: Eduardo Munoz / REUTERSDas Wirtschaftsprogramm von Donald Trump klingt radikal: Der republikanische Präsidentschaftskandidat verspricht die größte Steuersenkung der US-Geschichte. Er will einen Großteil der Handelsverträge mit anderen Ländern kündigen und in großem Stil neue Straßen, Brücken und Kommunikationsnetze bauen. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)
Trump sagt zwar nicht, wie er das finanzieren will. Aber er verspricht, dass die US-Ökonomie wieder zu alter Stärke finden soll.
Die Beamten von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kommen zu einem ganz anderen Ergebnis. Würde Trump sein Programm umsetzen können, wäre in den USA mit einem "schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt, weniger Arbeitsplätzen und höherer Arbeitslosigkeit" zu rechnen.
Das schreiben Gabriels Experten nach SPIEGEL-Informationen in einer internen Analyse des Ministeriums. Demnach seien Trumps wirtschaftspolitische Vorschläge "nicht praktikabel". Die Pläne verstießen gegen internationales oder amerikanisches Recht und könnten "keine Grundlage einer realistischen Wirtschaftspolitik sein", heißt es in dem Papier weiter.
Die USA sind der weltweit wichtigste deutsche Handelspartner, am 8. November finden dort Präsidentschaftswahlen statt. Im Rennen zwischen der Demokratin Hillary Clinton und dem Republikaner Trump spielen Wirtschaftsthemen eine Schlüsselrolle.