SPD-Spenden-Sumpf Der Ost-Strohmann gesteht
Potsdam - Bei dem Unternehmer handelt es sich um Fred Noatnick. Er gab am Montag zu, im Auftrag des Bauunternehmers Uwe Clees 200.000 Mark an die SPD gespendet zu haben. Im ORB-Magazin "Klartext" sagte Noatnick, ein Mitarbeiter von Clees habe ihn 1999 dazu mit den Worten aufgefordert: "Herr Clees will spenden und möchte aber nicht alles auf seine Kappe nehmen, weil er eine größere Spende geben will."
Zugleich sei er aufgefordert worden, die Spendenquittung nicht beim Finanzamt einzureichen, wird Noatnick zitiert. Der Brandenburger habe zum Zeitpunkt der Spende einen großen Teil seiner Aufträge von der Clees-Gruppe erhalten.
Bisher hatte Noatnick stets bestritten, gespendet zu haben. Sein Auftraggeber Clees wird von der Staatsanwaltschaft verdächtigt, den Wuppertaler Oberbürgermeister Hans Kremendahl (SPD) mit einer Spende von insgesamt 500.000 Mark (256.000 Euro) bestochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft nimmt einen Zusammenhang mit Entscheidungen Kremendahls bei einer Reihe von Hochbauprojekten an.