SPD und FDP Was bahnt sich da an?
Berlin - Die Steuer-Entscheidung sei eine Sachfrage gewesen, sagte Brüderle dem Kölner "Express". Dadurch hätten sich die Mehrheitsverhältnisse nicht geändert. Dagegen sagte Gerhardt der Berliner Tageszeitung "B.Z.", "es ist überraschend, mit welchem Tempo sich die SPD auf uns zu bewegt".
Aus seinem Urlaubsort auf Ibiza lobte der FDP-Chef den SPD-Kurs in der Steuer- und der Rentenpolitik. "Die SPD hat den richtigen Weg eingeschlagen, sie geht ihn aber noch zu zögerlich", sagte Gerhardt. Eine sozial-liberale Bundesregierung würde nach seinen Worten die Steuern schneller und stärker senken als die rot-grüne Koalition.
Brüderle nannte die Zusammenarbeit mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bei der Steuerreform "seriös, sachlich, fair". Die sozialliberale Koalition in Rheinland-Pfalz hatte der rot-grünen Steuerreform am Freitag zusammen mit den großen Koalitionen in Berlin, Brandenburg und Bremen zur Mehrheit verholfen.
Auf die Frage, welche Optionen die FDP habe, sagte Brüderle: "Derzeit ist Rot-Grün an der Regierung. Ich sehe im Laufe der Legislaturperiode auch keine Veränderung. Dann spricht erst mal der Wähler. Alles andere ist Kaffeesatzlesen."