SPD-Vorstand Clement soll der Sündenbock sein
Berlin ? Clement sei bei der Sitzung des SPD-Vorstands am Montag in Berlin von führenden Vertretern des linken Parteiflügels kritisiert worden, berichtet die "Berliner Zeitung". Die Kritiker hätten Clement mitverantwortlich für die schweren Niederlagen der SPD bei den Landtagswahlen gemacht. Sie hätten ihm vorgeworfen, mit seinem Vorschlag, den Kündigungsschutz zu lockern, Wähler verschreckt zu haben.
Zu den Kritikern gehörten angeblich unter anderem Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, der stellvertretende Fraktionschef Ludwig Stiegler und der Vorsitzende der Jungsozialisten, Niels Annen. Nach Angaben des Blattes berichteten Teilnehmer, Bundeskanzler Gerhard Schröder habe sich nicht in diese Debatte eingeschaltet. Beistand habe Clement lediglich von Peer Steinbrück bekommen, seinem Nachfolger im Amt des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten.