SPD-Wahlschlappe: Matschie bleibt Landeschef in Thüringen - DER SPIEGEL
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SPD-Wahlschlappe Matschie bleibt Landeschef in Thüringen

Nach einer Krisensitzung des Parteirates will der Thüringer SPD-Vorsitzende sein Amt zunächst behalten. Rücktrittsforderungen sind damit vom Tisch - bis zu einem Sonderparteitag nach der Sommerpause.
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Erfurt - "Der Parteirat hat mir mit sehr großer Mehrheit das Vertrauen ausgesprochen", sagte Matschie am Dienstagabend. "Es gibt keine Rücktrittsforderungen mehr." Der komplette Landesvorstand soll auf einem Sonderparteitag nach der Sommerpause neu gewählt werden, sagte er nach einer fünfstündigen Krisensitzung.

Nach der Sommerpause werde es einen Sonderparteitag geben, bis dahin bleibe er Parteivorsitzender. Matschie erklärte, er könne sich vorstellen, auch dann wieder als Landeschef anzutreten. Am Donnerstag werde die Fraktion zusammentreten, dann werde alles Konkrete weiter besprochen. Die Sozialdemokraten hatten am Sonntag mit 14,5 Prozent das zweitschlechteste deutsche Landtagswahlergebnis seit Kriegsende eingefahren.

Der 42-Jährige Matschie, der seit der Bundestagswahl 2002 in Berlin Parlamentarischer Staatssekretär im Forschungsministerium ist, hatte die Parteiführung im Jahr 1999 übernommen. Damals waren die Thüringer Sozialdemokraten unter dem Vorsitz von Richard Dewes an einem Tiefpunkt angelangt.