Spritpreise: Tanken wieder billiger - DER SPIEGEL
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Spritpreise Tanken wieder billiger

Ein stabilerer Euro und gesunkene Erdölpreise drücken die Tankkosten in Deutschland nach unten. Und nach Überzeugung der Mineralölkonzerne wird der Benzinpreis noch weiter fallen.
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Hamburg - Gut eineinhalb Wochen nach der letzten Preisrunde an den Tankstellen kostet ein Liter Normalbenzin im Bundesdurchschnitt nur noch 2,01 Mark, Super 2,06 Mark und Diesel 1,73 Mark. Damit sanken die Spritpreise zwischen vier und fünf Pfennig innerhalb von neun Tagen. In Berlin, Bremen, Dortmund, Hamburg und Leipzig sei beim Normalbenzin sogar die Grenze von zwei Mark nach unten durchbrochen worden, sagte Rainer Winzenried von der Deutschen Shell. "Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass im kommenden Jahr die Rohölpreise deutlich niedriger notieren werden als gegenwärtig", prophezeite der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes, Peter Schlüter.

Esso-Sprecher Karl-Heinz Schult-Bornemann kann den sinkenden Kraftstoffpreise aber nur teilweise etwas Positives abgewinnen. Der Preisverfall reflektiere den Rückgang des Rohölpreises ebenso wie den des Dollars. Dennoch machten die Tankstellen bei gegenwärtigen Preisen nach wie vor keinen Gewinn. Es habe aber kein Konzern den Mut, in einem sinkenden Markt die Preise zu erhöhen, so Schult-Bornemann.

Der Preiskampf an den deutschen Zapfsäulen werde die Zahl der Tankstellen weiter zurückgehen lassen, glaubt Schlüter. Bis zum Ende des Jahrzehnts würden von den derzeit rund 16.400 Tankstellen in West- und Ostdeutschland etwa 4000 schließen. Außerdem werde der Kampf um die Marktanteile noch zunehmen, da wegen neuer technischer Entwicklungen der Benzinverbrauch in Deutschland sinken werde.