Stiftungen Ab aus der Mitte
Die Heinrich-Böll-Stiftung hat Ärger mit dem Bundesrechnungshof, weil sie ihre Mitarbeiter zu hoch bezahlt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Berlin - In einem vorläufigen Bericht beanstanden die staatlichen Rechnungsprüfer, dass die den Grünen nahe stehende Stiftung ihre Berliner Beschäftigten nach Westtarif entlohnt. Dies sei unzulässig: Weil die Böll-Stiftung in den Hackeschen Höfen im ehemaligen Berliner Ostteil residiert, dürften die mit Mitteln des Innenministeriums finanzierten Mitarbeiter nur den um 13,5 Prozent niedrigeren Osttarif bekommen.
Die Böll-Stiftung, die Lohnkürzungen bislang ablehnt, sucht einen anderen Ausweg: Angeblich wegen "Platzmangels und Lärmbelästigung" in Berlins neuer Mitte werde derzeit ein Umzug in den ehemaligen Westteil der Stadt erwogen.