Tag der offenen Tür Politik zum Anfassen
Berlin - Die mittlerweile neunte "Einladung zum Staatsbesuch" der Bundesregierung ist gut angekommen: Zehntausende Berliner und Gäste nutzten heute die Möglichkeit, am Tag der offenen Tür der Bundesregierung hinter die Kulissen der Macht zu schauen und sich selbst ein Bild vom Regierungshandeln in den einzelnen Ministerien zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich zuversichtlich, dass diese "Einblicke" den Abstand zwischen Bürgern und der Politik verringern können.
Als Hauptattraktion des "Staatsbesuches" erwies sich wie in den vergangenen Jahren das Bundeskanzleramt. Am ersten Besuchstag wurden hier 19.000 Besucher gezählt, etwas mehr als noch im Vorjahr. 11.000 kamen in das Bundespresseamt, wo eine "gläserne Redaktion" zeigte, wie eine Broschüre der Bundesregierung entsteht oder "wie aus einer Agenturmeldung eine Information der Kabinettsmitglieder wird". Mit einer besucheroffenen Regierungs-Pressekonferenz stellte sich die Bundespressekonferenz vor. Erstmals war auch das ARD-Hauptstadtstudio geöffnet.
Einblick in historische Dokumente und ein "diplomatisches Klassenzimmer" lockten ins Auswärtige Amt, Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) bot "Politik zum Debattieren und Anfassen". Tausende Besucher ließen sich im Verteidigungsministerium von der Militär-Nationalmannschaft der Bundeswehr bekochen, wo am Abend das fast schon traditionelle Konzert der Big Band auf dem Programm stand. Auch die anderen Häuser boten "Politik zum Anfassen und Mitmachen", die Jüngsten konnten sich in den Ministerien über ein eigenes Kinderprogramm freuen.
Am Sonntag öffnen erneut alle Ministerien, Kanzleramt und Bundespresseamt von 10 bis 18 Uhr ihre Türen. Bei gutem Wetter erhoffen sich die Organisatoren, dass die sehr gute Resonanz vom Vorjahr noch übertroffen werden kann. Damals kamen rund 155.000 Besucher.
ler/ddp