Terror: Rätseln über neue RAF - DER SPIEGEL
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Terror Rätseln über neue RAF

Die Bundesanwaltschaft sucht noch vergeblich nach Hinweisen auf die Aktivitäten einer angeblich neuen Terrorgruppe. Auch über die Größe der Bande ist nichts bekannt.
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Karlsruhe - Die Bundesanwaltschaft hat nach eigenen Angaben keine konkreten Hinweise auf geplante Anschläge der angeblich von mutmaßlichen ehemaligen RAF-Mitgliedern gegründeten neue Terrorgruppe. Es sei auch nicht bekannt, ob neben den mutmaßlichen Gruppenmitgliedern Daniela Klette und Ernst-Volker Staub noch weitere mutmaßliche Mitglieder der alten RAF an der Gruppe beteiligt seien, sagte Bundesanwaltschafts-Sprecherin Frauke-Katrin Scheuten. "Weitere Mitglieder sind unbekannt", sagte sie.

Klette und Staub werden nach Angaben der Bundesanwaltschaft dringend verdächtigt, spätestens im April 1999 eine auf Mord und Totschlag gerichtete Vereinigung gegründet zu haben. Die Gruppe nutze logistische Strukturen der alten RAF wie Waffenlager, Verstecke und konspirative Wohnungen und habe den Überfall auf einen Geldtransporter im Juli 1999 in Duisburg ausgeführt, bei dem eine Million Mark erbeutet worden war. Der Überfall, an dem weitere unbekannte Mittäter beteiligt gewesen seien, weise alle Merkmale einer terroristischen Beschaffungstat auf, sagte Scheuten.

Bei dem Überfall in Duisburg waren die maskierten Täter mit einer Panzerfaust und einer Maschinenpistole bewaffnet. Nach einem SPIEGEL-Bericht fanden Experten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes in einer am Tatort zurückgelassenen Gesichtsmaske Speichelreste sowie in zwei Autos Abriebspuren, die bei DNS-Tests eindeutig Klette und Staub zugeordnet worden seien.