Terrorbekämpfung Warten auf das BKA
Hamburg - "Die Soko USA, die gegen die Terroristen ermittelt, müsste längst aufgelöst und in die Regelorganisation überführt sein", kritisiert Klaus Jansen vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Die Entscheidung im BKA ist nach Ansicht von Jansen überfällig, weil auch Bundesinnenministerium und Generalbundesanwalt längst durch neu geschaffene Arbeitsbereiche auf die Ereignisse des 11. September reagiert haben.
Die Sonderkommission sei zudem als zeitlich begrenzte Einrichtung an ihre Grenzen gestoßen. Dort müssten zunehmend Hinweise bearbeitet werden, die mit dem Terroranschlag nichts zu tun haben. Doch bislang fehlt eine Einheit, wo die Informationen zusammenlaufen und abgearbeitet werden können.
Jansen kritisiert zudem, dass frühestens in acht Wochen eine gemeinsame Datenbank zur Verfügung steht, in der die Ermittlungsergebnisse der Soko USA aus diversen verschiedenen Dateien zusammengefasst werden können. Die Genehmigung für die Einrichtung der Datenbank sei viel zu spät beantragt worden.
BKA-Sprecher Norbert Unger wies die Vorwürfe zurück. Die Auflösung der Soko USA sei keine Eilsache. Die Entscheidung über die Umorganisation könne aber bereits in der kommenden Woche fallen, sagte Unger.