Terrorwarnung: Erste Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland - DER SPIEGEL
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Terrorwarnung Erste Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland

Nach einer Warnung durch einen ausländischen Geheimdienst hat das Bundeskriminalamt (BKA) eine Krisensitzung einberufen. Manche Bundesländer verstärkten die Sicherheitsvorkehrungen.
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Berlin - "Dem BKA sind von einem ausländischen Dienst Hinweise zugegangen, die auf eine Erhöhung der Gefährdungslage hindeuten», sagte eine Sprecherin des Amtes. Zur Beurteilung der Lage und zur Absprache weiterer Maßnahmen hätten sich die Staatsschutzeinheiten des BKA und der Landeskriminalämter und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) zu einer Sitzung in Meckenheim bei Bonn getroffen.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen teilte mit, eine gemeinsame Analyse habe ergeben, dass keine besondere Gefährdungslage herrsche. Das LKA wies darauf hin, "dass es sich zur Zeit zwar um eine abstrakt hohe Gefährdung handelt, eine konkrete Gefährdungslage aber nicht existiert». Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) erklärte ebenfalls, es gebe keine konkreten Hinweise auf einen bevorstehenden Terroranschlag in der Hauptstadt. Dennoch sei der Objektschutz verstärkt worden.

Als möglicher Termin für den Anschlag sei das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan an diesem Wochenende genannt worden, hatte das Magazin "Focus" unter Berufung auf ein Fernschreiben des BKA an das Kanzleramt berichtet. Die BKA-Sprecherin bestätigte dies jedoch nicht.

Das Magazin berichtete weiter, der US-Geheimdienst habe in seiner Mitteilung vor einer aus drei Männern bestehenden Terrorgruppe gewarnt. Einem abgehörten Gespräch zufolge sei die in Deutschland platzierte Terrorzelle darauf vorbereitet, "die Partie zum Fest zu spielen". Mit dem Fest könnte das Fastenende gemeint sein.

Zudem werde in dem BKA-Fernschreiben "der öffentliche Personennahverkehr" als potenzielles Anschlagziel bezeichnet. Die BKA-Sprecherin wollte zu dieser Frage nicht Stellung nehmen. In Bayern verstärkte die Polizei und Bundesgrenzschutz jedoch ihre Präsenz im Personennahverkehr. Das Personal sei im Bahnbereich, vor allem an S- und U-Bahnen, aufgestockt worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im bayerischen Innenministerium am Samstag in München. Beim BKA gibt es eine Sonderermittlungsgruppe "BAO USA" mit etwa 600 Beamten, die allen Hinweisen in Zusammenhang mit den Anschlägen in den USA nachgehen. Diese Gruppe prüfe derzeit die aktuellen Hinweise des ausländischen Geheimdienstes, sagte die Sprecherin. Ob schon konkrete Maßnahmen laufen, wollte sie nicht sagen.