Thüringen Land und Leute
Im kleinsten ostdeutschen Flächenland leben heute knapp 2,4 Millionen Einwohner. Wie die ganz Ostdeutschland ist jedoch auch Thüringen von einer starken Abwanderung betroffen: Seit der Wende ist die Einwohner um mehr als 200.000 Menschen zurückgegangen. Diese Zahl entspricht in etwa auch der Einwohnerzahl der Landeshauptstadt Erfurt.
Die Arbeitslosigkeit in Thüringen ist mit 17 Prozent die niedrigste in Ostdeutschland. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs vergangenes Jahr um 1,8 Prozent. Damit liegt Thüringen noch vor Bayern oder Baden-Württemberg deutschlandweit an dritter Stelle. Nur in Sachsen-Anhalt und Sachsen wuchs die Wirtschaft stärker. Es dominieren kleine und mittlere Betriebe, zu den wichtigsten Unternehmen zählen das Opel-Werk in Eisenach, sowie Jenoptik und Zeiss in Jena.
Landschaftlich ist das Bundesland vom Thüringer Wald geprägt. Dessen Kammweg, der 168 km lange Rennsteig, ist ein beliebtes Wanderziel. Weitere bekannte Sehenswürdigkeiten sind die Wartburg bei Eisenach, das Kyffhäuserdenkmal und die Klassikerstadt Weimar.
Zu den berühmtesten Landessöhnen zählen die Weimarer Literaten Johann Gottfried Herder, Friedrich Schiller und Johann Wolfgang Goethe. Auch der Soziologe Max Weber, Tierforscher Alfred Brehm, der Maler Otto Dix und Johann August Röbling, der Erbauer der Brooklyn Bridge in New York, wurden in Thüringen geboren.
Bekannt ist das Land darüber hinaus für zwei kulinarische Spezialitäten: die Thüringer Klöße und die Thüringer Rostbratwurst.