Thüringen-SPD Dämpfer für Matschie
Erfurt - Für Christoph Matschie, der auch SPD-Fraktionschef im Thüringer Landtag ist, stimmten auf dem Landesparteitag am Samstag in Erfurt 162 der 221 Delegierten.
Die Wahl galt als Stimmungsbild für den Rückhalt des Vorsitzenden in der Partei, die seit Herbst 2007 über die richtige Strategie für die Landtagswahl 2009 streitet. Matschie hatte angekündigt, dass die SPD nur als stärkerer Partner mit der Linken koalieren werde. Seine Kritiker lehnten dies als vorschnelle Festlegung ab.
Dieser Streit hatte dazu geführt, dass die Parteimitglieder im Februar in einer Urwahl den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl bestimmten. Dabei setzte sich Matschie mit 71,5 Prozent gegen den ehemaligen Thüringer Innenminister Richard Dewes durch.
In der Folge drang er darauf, den Parteitag vorzuziehen, um so schnell wie möglich einen neuen Vorstand zu wählen. Dort wurden nun erwartungsgemäß die Dewes-Unterstützer Andreas Bausewein, Oberbürgermeister von Erfurt, und Harald Zanker, Landrat im Unstrut-Hainich-Kreis, als Stellvertreter abgewählt.
asc/dpa