Transrapid-Einweihung: Die große Sause - DER SPIEGEL
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Transrapid-Einweihung Die große Sause

Jahrzehnte lang wurde gerechnet, entwickelt, geprobt und debattiert - jetzt fährt endlich der erste kommerzielle Transrapid - allerdings im chinesischen Shanghai. Kanzler Schröder wurde die Jungfernfahrt durch die Zusage der chinesischen Führung versüßt, dass eine weitere Strecke gebaut werden soll.
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Shanghai - Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji habe eine entsprechende Zusage gegeben, sagte der mitgereiste Verkehrsminister Manfred Stolpe nach der rasend schnellen Einweihungstour mit bis zu Tempo 431 auf der 31 Kilometer langen Strecke vom Finanzzentrum in Shanghai zum Flughafen Pudong, die in knapp acht Minuten bewältigt war. Nach zweijähriger Bauzeit war die Trasse fertiggestellt worden.

Vermutlich werde es eine Verlängerung der Flughafenanbindung in Shanghai nach Hangzhou im Süden geben, bei der auch die Weltausstellung 2010 eingebunden werden soll. Es sei von 300 Kilometern die Rede gewesen, so Stolpe. Zhu sagte der Magnetbahntechnologie eine weit reichende Zukunft im Reich der Mitte voraus.

Gerhard Schröder sagte nach dem Kurztrip: "Das Projekt zeigt die enge Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem Gebiet auch beim Austausch von Hochtechnologie." Die deutsche Wirtschaft sei bereit, ihr Know-how zu exportieren. "Das ist fair, das hilft den Menschen beider Länder", fand er noch ein Gutes an dem Umstand, dass deutsche Spitzentechnologie statt im Inland nun im Ausland erstmals kommerziell betrieben wird. Sein Wunsch sei, "dass die Strecke auch ein wirtschaftlicher Erfolg wird".

Auch Stolpe jubelte nach der Jungfernfahrt: Das sei ein "Signal für Deutschland". Und auch die Vertreter des Herstellerkonsortiums von ThyssenKrupp und Siemens zeigten sich zufrieden.