Trittin: Einlenken im Atomstreit - DER SPIEGEL
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Trittin Einlenken im Atomstreit

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich offenbar damit abgefunden, dass in dieser Legislaturperiode noch kein Atomkraftwerk abgeschaltet wird. An seine Parteifreunde appellierte er jetzt, nicht auf politische Symbolik, sondern auf politische Erfolge zu setzen.
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Saarbrücken - "Das wird keine leichte Übung, wie die Landesparteitage der letzten Wochen gezeigt haben", sagte Trittin der "Saarbrücker Zeitung" auf eine Frage nach notwendigen Übergangsfristen bei einem Ausstieg per Gesetz. Allerdings hätten die Grünen als Regierungspartei die Chance, das Ende der Atomkraftnutzung zu erreichen. "Auch wenn dieser Schlusspunkt weiter entfernt liegt, als die meisten von uns wünschen: Es wäre verantwortungslos, diese Chance leichtfertig zu verspielen."

Trittin warnte davor, an dieser Frage den Ausstieg scheitern zu lassen. "Alle Grünen wollen mit dem Abschalten noch in dieser Wahlperiode beginnen. Aber wir müssen uns entscheiden, was wichtiger ist: politische Symbolik oder politischer Erfolg?" Wer sich an der Symbolik fest klammere, während der Erfolg zum Greifen nah sei, "wird am Ende alles verlieren und nichts gewinnen", sagte Trittin.

Ein Ausstieg im Dissens mit der Industrie müsste vermutlich mehrjährige Übergangsfristen enthalten, um vor Gerichten Bestand zu haben. Die Legislaturperiode endet im Jahr 2002.