Trittin "Stinker" zur Kasse bitten
Hamburg - Der Minister verteidigte in der "Bild am Sonntag" die Ökosteuer erneut mit dem Hinweis, über höhere Spritpreise einen Anreiz zu schaffen, das umweltfreundliche Auto schneller serienreif und damit erschwinglich zu machen.
Als "Riesenproblem" bezeichnete Trittin den "gesundheitsschädlichen Dieselruß" und die alten Benziner ohne Katalysator. Er kündigte an: "Wir wollen die Kfz-Steuer ab 1. Januar weiter nach Schadstoffausstoß spreizen... Was wir bei den Stinkern mehr einnehmen, bekommen die umweltverträglicheren Autos als Steuerbegünstigung zurück." Ziel sei es, dass bis 2002 die Hälfte der sechs Millionen Personenwagen ohne geregelten Kat aus dem Verkehr verschwinde. "Zudem wollen wir dafür sorgen, dass fortschrittliche Lkws früher auf die Straße kommen. Ab 2006 werden dann alle neu zugelassenen Lkws zur Erfüllung der EU-Grenzwerte wohl serienmäßig mit Rußfiltern ausgestattet sein", sagte der Minister.
Trittin plädierte zudem dafür, dass man für leise Autos und Motorräder weniger Kfz-Steuer bezahlen muss und für laute entsprechend mehr. Parallel setze er sich auch in der EU für anspruchsvolle Lärmgrenzwerte für Neufahrzeuge ein.