Umfrage FDP verprellt Manager
FDP-Chef Westerwelle: Manager finden seine Außenpolitik zu "unauffällig"
Foto: DDPDüsseldorf - Mit einem Rekordergebnis von 14, 6 Prozent zog die nach der Bundestagswahl in die Regierung ein - ein halbes Jahr später ist bei den Wählern von der Begeisterung für die Liberalen nicht mehr viel zu spüren.
Immer mehr Enttäuschung macht sich auch bei den Stammwählern breit: Hatten 37 Prozent der Manager nach eigenen Angaben bei der Bundestagswahl 2009 noch mit ihrer Zweitstimme FDP gewählt, sagen heute laut einer Umfrage nur noch sechs Prozent, ihnen gefalle die FDP am besten. 85 Prozent der Führungskräfte in Deutschland sind "überwiegend" oder sogar "völlig" unzufrieden mit der FDP, wie die Umfrage des Psephos-Instituts im Auftrag des "Handelsblattes" und der Unternehmensberatung Droege & Comp. ergab.
Das freundlichste Urteil über die Leistung der Liberalen seit dem Start der schwarz-gelben Koalition lautet "überwiegend zufrieden" - und das stellten der FDP lediglich 15 Prozent aus.
Vor allem die Parteispitze der FDP sieht in den Augen der Manager blass aus. Sowohl für die Außenpolitik des Parteivorsitzenden als auch für die Wirtschaftspolitik von Bundeswirtschaftsminister hagelte es Kritik, nach Meinung der Manager sind sie "eher unauffällig". Jeweils mehr als 20 Prozent der knapp 520 Befragten bezeichneten die Arbeit der beiden FDP-Spitzenpolitiker als "enttäuschend schlecht". Nur jeweils ein Prozent nennt sie "lobenswert". Der einzige Liberale, der bei der Wirtschaftselite derzeit punktet, ist Bundesgesundheitsminister : Mehr als 60 Prozent waren mit seiner Arbeit zufrieden oder nannten sie "lobenswert".