Umfrage Linkspartei im Aufwind
Hamburg - Die Linke kann 2009 auf ein deutlich verbessertes Wahlergebnis hoffen: Dem neuen ARD-Deutschlandtrend zufolge profitiert die Partei von der Finanzkrise - und verbessert sich auf 13 Prozent. Das sind 4,3 Prozentpunkte mehr als bei der Bundestagswahl 2005.
Zwar sind die Deutschen der Umfrage zufolge mit dem aktuellen Krisenmanagement der Bundesregierung durchaus zufrieden: 62 Prozent der Befragten bezeichnen die Arbeit von Merkel und Co. als gut bis sehr gut. Dennoch verharren die Parteien der Großen Koalition auf niedrigen Umfrageergebnissen. Danach liegt die CDU unverändert bei 35 Prozent, die SPD bei 25 Prozent. Die FDP verschlechtert sich von 13 auf 12 Prozent, die Grünen rutschen von 11 auf 10 Prozent ab.
Damit hätte ein schwarz-gelbes Bündnis keine Mehrheit. Lediglich auf 47 Prozent kommen CDU und FDP gemeinsam. SPD, Linke und Grünen vereinen dagegen 48 Prozent der Stimmen.
Vor allem in Ostdeutschland kann die Linkspartei ihren Vorsprung vor den anderen Parteien ausbauen. Dort liegt sie derzeit bei 31 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten ARD-Umfrage. Mit deutlichem Abstand folgt die CDU, die auf 27 Prozent kommt. Auf dem dritten Platz liegt die SPD, die von 24 auf 22 Prozent abrutschte. Keine Veränderungen gab es bei der FDP mit acht Prozent und den Grünen mit sechs Prozent.
Die Sonntagsfrage stellte das Institut Infratest dimap am Dienstag und Mittwoch 1000 Bundesbürgern. Die Fehlerquote liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkten.
cht/AP/ddp/Reuters