Umfrage: Mehrheit ist für Schwarz-Gelb - DER SPIEGEL
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Umfrage Mehrheit ist für Schwarz-Gelb

43 Prozent der Deutschen haben sich in einer Umfrage für eine Koalition von Union und FDP nach einer vorgezogenen Bundestagswahl ausgesprochen. Nur 25 Prozent der Befragten gaben ihr Votum für eine Fortsetzung der rot-grünen Regierungskoalition ab. Eine Große Koalition würden 39 Prozent der Befragten favorisieren.
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Köln - Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 46 Prozent der Bundesbürger der Union ihre Stimme geben. Damit könnte die Union mit der FDP regieren, die 7 Prozent erreichen würde. Das ist das Ergebnis einer Extra-Umfrage des DeutschlandTrends für den ARD-"Brennpunkt", die das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap durchführte. Befragt wurden 1000 Wahlberechtigte. Die SPD käme laut der Umfrage auf 30 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 7 Prozent. Die PDS würde mit 5 Prozent als Fraktion in den Deutschen Bundestag einziehen.

Der Union wird mehr zugetraut

Bei der Frage, welcher Partei am ehesten zugetraut wird, ausgewählte politische Aufgaben zu lösen, führt die Union in fast allen Feldern: Fast die Hälfte der Bundesbürger (49 Prozent) traut der Union am ehesten zu, Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Dies ist ein Plus von 8 Prozentpunkten gegenüber der letzten ARD-Umfrage vom März dieses Jahres. Der SPD bescheinigen diese Kompetenz nur 18 Prozent (keine Veränderung gegenüber März). Gleichwohl sind die Deutschen mehrheitlich skeptisch, ob eine unionsgeführte Bundesregierung die Arbeitslosigkeit deutlich verringern würde: Über zwei Drittel (65 Prozent) glauben nicht, dass sie dazu in der Lage wäre. 31 Prozent sind bei dieser Frage anderer Meinung.

Auch bei der Wirtschaftskompetenz liegt die Union der Umfrage zufolge klar vor der SPD. Nur bei der Frage, welcher Partei am ehesten zugetraut wird, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen, führt die SPD mit 37 Prozent vor der Union mit 28 Prozent.

Schröder liegt bei den Wählern vor Merkel

Könnten die Deutschen den Bundeskanzler direkt wählen, würden sich 42 Prozent für Amtsinhaber Schröder entscheiden. 34 Prozent hingegen hätten lieber die CDU-Vorsitzende Angela Merkel an der Spitze der Regierung. Würde die Union die vorgezogene Bundestagswahl gewinnen, wünschen indes die wenigsten, dass CSU-Chef Edmund Stoiber ein Ministeramt in der neuen Bundesregierung übernimmt: 73 Prozent der Befragten sagen, er solle Ministerpräsident in Bayern bleiben. Lediglich 21 Prozent finden, er sollte nach Berlin wechseln.

Auch nach einer Umfrage des "Stern" und des Fernsehsenders RTL liegen Union und FDP in der Wählergunst bundesweit weiter mit großem Abstand vor SPD und Grünen. Bei der wöchentlichen Fosa-Umfrage fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche zwar um einen Punkt auf 45 Prozent. Die FDP kommt jedoch unverändert auf 9 Prozent, so dass beide Parteien zusammen eine stabile Mehrheit von 54 Prozent hätten. Die Werte für die SPD (28 Prozent) und die Grünen (8 Prozent) änderten sich nicht, mit zusammen 36 Prozent liegen sie 18 Prozentpunkte hinter Union und FDP. Die PDS stieg um einen Punkt auf 5 Prozent, für "sonstige Parteien" würden sich ebenfalls 5 Prozent der Deutschen entscheiden.

In der Kanzlerpräferenz liegt Schröder auch hier vor Merkel. 42 Prozent der Deutschen wollen Schröder als Kanzler sehen, für Merkel entschieden sich 30 Prozent. Keinen von beiden wollen 28 Prozent der Bundesbürger in diesem Amt sehen.

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