Umfrage: Schröder erstmals hinter Merkel - DER SPIEGEL
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Umfrage Schröder erstmals hinter Merkel

Die Debatte um die Reformprojekte der Regierung bekommt der SPD schlecht. Nur 27 Prozent der Stimmen bekäme die Partei, wenn jetzt Bundestagswahl werden. Selbst bei einer Direktwahl des Kanzlers hätte Schröder mittlerweile schlechte Karten.
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Berlin - Laut einer Infratest-Dimap-Befragung würden sich zwei Prozentpunkte weniger für die SPD entscheiden als vor einem Monat. Das teilte die ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" als Auftraggeberin der Umfrage am Freitag mit. Die Union könnte dagegen um vier Punkte auf 50 Prozent zulegen.

Der Umfrage zufolge sind 84 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Rot-Grün unzufrieden. Einen ähnlich schlechten Wert gab es laut ARD für die Koalition zuletzt vor vier Jahren. Nur 15 Prozent der Bundesbürger seien mit der Regierungsarbeit zufrieden. Zwar meine noch jeder Dritte, die SPD sei jene Partei, die sich am ehesten um die soziale Gerechtigkeit kümmere. Fast genau so viele Befragte trauten das inzwischen aber auch der Union zu.

Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) halten die wiederholt geäußerten Rücktrittsdrohungen Schröders im Falle eines Scheiterns der Reformen für falsch. Das Ansehen des Kanzlers nimmt laut ARD zudem immer weiter ab. So sei Schröder im Falle einer Kanzler-Direktwahl nicht mehr Favorit der Bundesbürger. Wenn sich die Deutschen zwischen CDU-Chefin Angela Merkel und Schröder entscheiden müssten, würde die CDU-Politikerin mit 44 zu 41 Prozent gewinnen. Noch deutlicher wäre der Vorsprung des Unionskandidaten bei einer Entscheidung zwischen Schröder und CSU-Chef Edmund Stoiber. Bayerns Ministerpräsident käme auf 47 Prozent, Schröder nur auf 37.