Umfrage: SPD legt deutlich zu - DER SPIEGEL
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Umfrage SPD legt deutlich zu

Einer Umfrage zufolge steht die SPD in der Wählergunst so gut da wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Union büßte dagegen vor allem in der Gesundheitspolitik Vertrauen ein.
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Berlin - Die Sozialdemokraten würden bei einer Bundestagswahl derzeit 33 Prozent der Stimmen erreichen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als im November. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die ARD-"Tagesthemen". Mit diesem Wert stehen die Sozialdemokraten so gut da wie zuletzt vor zwei Jahren

Die Union könnte ihren Wähleranteil von 40 Prozent halten. Die Grünen würden nur noch 11 Prozent (-2), die FDP 7 Prozent (-1) bekommen. Die PDS wäre mit 4 Prozent nicht im Bundestag vertreten. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und FDP eine Mehrheit im Bundestag.

Die Union hat nach dem mühsam ausgehandelten Kompromiss bei der Gesundheitsreform offenbar mit einem Imageverlust zu kämpfen. Nur noch 28 Prozent (-12 Punkte gegenüber April) trauen der Union zu, eine gute Gesundheitspolitik zu betreiben. Das Vertrauen in die SPD in Gesundheitsfragen wächst dagegen um 11 Prozentpunkte auf 30 Prozent. Nach den Rücktritten von Friedrich Merz und Horst Seehofer meinen 80 Prozent der Deutschen, dass die Union fachpolitischen Sachverstand eingebüßt hat.

Auch das Ansehen von CDU-Chefin Angela Merkel hat in der Wählergunst gelitten. Die Hälfte der Deutschen ist der Meinung, dass sie ihre Partei nicht im Griff hat. Nur ein Drittel (32 Prozent) findet, sie habe das Format, 2006 Bundeskanzlerin zu werden. Ihr CSU-Kollege Edmund Stoiber ist aus Sicht von 43 Prozent der 1000 Befragten der bessere Kandidat, um bei der nächsten Bundestagswahl gegen Gerhard Schröder anzutreten. Bei einer Direktwahl Schröder gegen Merkel liegt der Bundeskanzler mit 49 Prozent vor der CDU-Chefin mit 32 Prozent.