Umfrage SPD rutscht unter 30 Prozent
Hamburg - Die SPD verliert bei der "Sonntagsfrage" weiter in der Wählergunst und rutscht nach 31 Prozent in der Vorwoche wieder unter die 30-Prozent-Marke: Die Sozialdemokraten büßten im Vergleich zur Vorwoche zwei Punkte ein und würden derzeit nur noch 29 Prozent der Stimmen bekommen. Laut der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern" und des Fernsehsenders RTL, gewannen die Grünen nach dem "Durchhänger" wegen der Visa-Affäre einen Punkt dazu und liegen nun bei neun Prozent.
CDU/CSU legten um zwei Prozentpunkte zu und kämen jetzt auf 46 Prozent. Die FDP könnte unverändert mit sieben Prozent der Stimmen rechnen. Damit käme die bürgerliche Opposition auf eine bequeme absolute Mehrheit. Angaben zu anderen Parteien wurden nicht gemacht.
Die Grundsatzrede von Bundespräsident Horst Köhler zur Reformdebatte fand offensichtlich große Zustimmung. Wie eine weitere Forsa-Umfrage für den "Stern" ergab, sind 76 Prozent der Deutschen der Meinung, dass sich Köhler in aktuelle politische Fragen einmischen soll. 22 Prozent der Befragten lehnen eine solche Einmischung ab.
Die Parteien-Umfrage beruht auf einer Datenbasis von 2505 repräsentativ ausgewählten Bundesbürger, die vom 14. bis 18. März befragt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Am 17. März Heide Simonis in Kiel ein Wahldebakel, der den Jobgipfel der Regierung mit der Opposition weitgehend überdeckte.
Die Datenbasis für die Bewertung der Rede des Bundespräsidenten waren 1004 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger, die am 17. und 18. März befragt wurden. Hier liegt die statistische Fehlertoleranz bei plus/minus drei Prozentpunkten.