Umfrage: SPD total im Keller - DER SPIEGEL
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Umfrage SPD total im Keller

Rekordtief für die SPD: So schlechte Nachrichten für die Sozialdemokraten hatte das ZDF-Politbarometer in seiner 26-jährigen Geschichte noch nie mitzuteilen. Die Partei kam im Januar auf nur noch 25 Prozent Zustimmung.
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Mainz - Gegenüber dem Dezember hat die SPD nocheinmal ein Prozent an Zustimmung verloren. Die CDU/CSU gewinnt ein Prozent dazu und liegt jetzt bei 56. Die Grünen konnten ebenfalls zulegen: Von neun auf zehn Prozent. Bei der FDP (vier) und der PDS (drei Prozent) hat sich gegenüber dem Vormonat nichts verändert.

Wenn jedoch am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde es für die SPD zwar ebenfalls schlimm, aber nicht ganz so katastrophal ablaufen, denn dabei würden längerfristige Überzeugungen die Wahlentscheidung steuern. Demnach bekäme die SPD 31 Prozent (minus eins), Grüne neun Prozent (unverändert), die CDU/CSU verbessert sich um einen Prozentpunkte auf 47 Prozent, die FDP bleibt bei fünf Prozent, die PDS unverändert bei vier Prozent. Damit hätte Schwarz-Gelb eine klare Mehrheit, bei einem Scheitern der PDS hätte die Union sogar die Chance einer absoluten Mehrheit.

Ähnliche Ergebnisse liefert auch eine Emnid-Umfrage von n-tv. Demzufolge käme die SPD - wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre - auf 31 Prozent, CDU/CSU auf 47 Prozent, die Grünen auf zehn, FDP auf sechs und PDS auf vier Prozent.

Beliebtester Politiker bleibt Joschka Fischer trotz kleiner Verluste (1,9 gegenüber 2,0 im Dezember), gefolgt von Angela Merkel (1,3/1,0) und Wolfgang Clement (0,9/0,7). Bundeskanzler Gerhard Schröder liegt laut Politbarometer wie im Vormonat auf dem siebten Platz, mit einem Wert von 0,0 Prozent aber nicht mehr im Minusbereich (Dezember: minus 0,3). Bundesfinanzminister Hans Eichel verbessert sich deutlich auf minus 0,2 (Dezember: minus 0,7), neu, aber deutlich im Minusbereich, ist Sozialministerin Ulla Schmidt mit minus 0,7.

Die Kompetenz zur Schaffung neuer Arbeitsplätze sehen nur noch 14 Prozent bei der SPD, 43 Prozent bei der Union, 38 Prozent meinen, keine Partei sei dazu in der Lage, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Der Vorschlag von Wirtschaftsminister Clement, in kleineren Unternehmen den Kündigungsschutz zu lockern, stößt auf ein geteiltes Echo bei den Deutschen: 46 Prozent halten den Vorstoß für gut, 45 Prozent lehnen ihn ab, zehn Prozent äußern sich nicht. Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) meinen, dass eine Lockerung des Kündigungsschutzes zu mehr Arbeitsplätzen führen würde, 44 Prozent glauben das nicht.