Umfrage Union baut Vorsprung aus
Köln - Wenn jetzt Wahlen wären, würden sich 49 Prozent für die CDU/CSU und 28 Prozent für die SPD entscheiden. Das ergab eine Forsa-Umfrage für RTL und "Stern". Während die SPD zur Vorwoche unverändert blieb, konnte die Union um vier Punkte zulegen.
Die Grünen blieben ebenfalls unverändert bei acht Prozent, während die FDP um zwei auf sieben Prozent abfiel. Auch die PDS verschlechterte sich von fünf auf vier Prozent. Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und FDP eine klare Mehrheit im Bundestag.
Die Chance einer Wiederwahl von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Herbst schätzen die Bundesbürger eher schlecht ein. Nur 19 Prozent glauben, dass er die Stimmung noch wenden kann und eine Chance zu einer weiteren Amtszeit hat. 79 Prozent gehen dagegen von einer Ablösung Schröders aus.
Sogar unter den SPD-Anhängern rechnet demnach nur eine Minderheit von 32 Prozent damit, dass Schröder das Blatt bis zum Herbst noch wenden kann. 68 Prozent gehen davon aus, dass der Kanzler abgelöst wird. Bei den Anhängern anderer Parteien werden Schröders Chancen noch schlechter eingeschätzt.
Im Duell zwischen Schröder und Angela Merkel bei der Kanzlerfrage liegt die CDU-Chefin nur noch um zwei Prozentpunkte hinter dem Kanzler. Schröder verlor im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte und kommt auf 40 Prozent. Merkel gewann acht Punkte und erzielte 38 Prozent.