Umfrage Union stoppt Abwärtstrend
Hamburg - Die Unionsparteien sind nach einer neuen Umfrage in der Wählergunst wieder leicht gestiegen. Bei der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Erhebung für das Magazin "Stern" und den TV-Sender RTL verbesserten sich CDU und CSU um einen Punkt auf 34 Prozent. In der Vorwoche war die Union auf den Umfrage-Tiefstand vom Juli 2006 gerutscht. Die FDP büßte einen Prozentpunkt ein und liegt jetzt bei 16 Prozent. Zusammen hätte eine schwarz-gelbe Koalition mit 50 Prozent aber weiter eine klare Mehrheit gegenüber SPD, Grünen und Linken.
Die Sozialdemokraten blieben bei 24 Prozent der Stimmen, auch die Grünen mit 10 und die Linkspartei mit 11 Prozent waren gegenüber der Vorwoche unverändert. Das wären zusammen 45 Prozent. Neben einer Regierung aus CDU/CSU und FDP hätte theoretisch nur eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen mit zusammen ebenfalls 50 Prozent auch eine Mehrheit. Für sonstige Parteien würden 5 Prozent der insgesamt rund 2500 Befragten ihre Stimme abgeben.
In einer am Dienstag veröffentlichten Allensbach-Umfrage war Schwarz-Gelb knapp unter die 50-Prozent-Marke gefallen. CDU und CSU sanken mit 34,8 Prozent der Stimmen auf den tiefsten Stand, den das Allensbacher Institut für Demoskopie in den vergangenen 13 Monaten für die Union ermittelt hatte.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt der Forsa-Erhebung zufolge mit einer Zustimmung von 47 Prozent deutlich populärer als ihre Partei. "Zusätzlich zum generellen Merkel-Bonus gibt es einen Frauen-Bonus", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner stern.de. So liege die Kanzlerin bei den Männern mit 19 Punkten vor den CDU-Werten, bei den Frauen betrage der Vorsprung sogar 28 Prozentpunkte. Außerhalb der Unionswählerschaft ist der Frauen-Bonus laut Güllner besonders groß bei den Wählerinnen, die für die Grünen (42 Prozent) oder die FDP (60 Prozent) stimmen wollen.
In den eigenen Reihen erfreut sich die Kanzlerin demnach mit 86 Prozent sehr großer Beliebtheit. Anders als bei ihrem Vorgänger Gerhard Schröder und der SPD gebe es allerdings keinen berechenbaren Zusammenhang zwischen der Popularität der Kanzlerin und den Werten ihrer Partei. "Schröder hat die SPD immer nach oben gezogen. Bei Merkel können die Werte noch besser werden, der CDU hilft das - zumindest im Augenblick - nicht", wird Güllner zitiert.