Umfragewerte SPD liegt bei mageren 28 Prozent
Berlin - Nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen erreicht die SPD damit ein Prozentpunkt weniger als vor einem Monat. Die Bundesbürger äußern sich in der jüngsten Umfrage im Auftrag des ZDF-Politbarometers auch skeptisch zu den Aussichten für eine Einigung bei den Vermittlungsverhandlungen über das Reformpaket.
Die anderen Bundestagsparteien erreichten den Angaben zufolge im Dezember die gleichen Werte wie im November: CDU/CSU kommen auf 48 Prozent, die Grünen auf zehn Prozent, die FDP auf fünf und die PDS auf vier Prozent. Alle anderen erreichen zusammen fünf Prozent. Sie legen damit um einen Prozentpunkt zu.
Die Meinungsforscher wollten von den Befragen auch deren Einschätzung großer politischer Projekte erheben. Dabei kam zu Tage, dass lediglich 36 Prozent der Meinung sind, es komme noch vor Weihnachten zu einer Einigung über die Reformen im Vermittlungsausschuss. Dagegen stehen 56 Prozent, die diese Erwartung nicht haben.
Sollten die Vermittlungsverhandlungen von Bundestag und Bundesrat tatsächlich scheitern, so sieht die Mehrheit der Befragten jedoch keine gravierenden negativen Folgen für Deutschland. 46 Prozent erwarten für diesen Fall keine großen Nachteile, 14 Prozent überhaupt keine Nachteile. 29 Prozent rechnen mit großen Nachteilen.
Die persönliche Jahresbilanz fällt bei der großen Mehrheit positiv aus. Trotz schwieriger Wirtschaftslage sehen 64 Prozent der Bundesbürger 2003 für sich selbst eher als gutes Jahr, 32 Prozent eher als schlechtes. 55 Prozent erwarten ein eher besseres Jahr 2004. 32 Prozent äußerten die Erwartung, das kommende Jahr werde für sie eher schlechter werden.